Ändern sich weitere Adressdaten?

Die Umstellung hat keine Auswirkung auf Firmensitz oder Adresse. Lediglich für die Umsatzsteuer erfolgt eine zusätzliche Registrierung in Ungarn und Rumänien. Für den korrekten Ausweis der Umsatzsteuer haben viele international tätige Unternehmen mittlerweile eine Umsatzsteuer-Registrierung in mehreren Ländern.


Wo finde ich die neuen UID der Firma Güntner?

Die jeweils relevante UID finden Sie auf der Rechnung, die Sie von uns erhalten. Güntner wird zukünftig in Abhängigkeit des Liefer- bzw. Leistungsortes mit deutscher, ungarischer oder rumänischer USt.-IdNr. auftreten

  • Für Waren- und Ersatzteillieferungen aus Ungarn wird Güntner zukünftig eine ungarische USt.-IdNr. verwenden.
  • Für Waren- und Ersatzlieferungen aus Rumänien wird Güntner zukünftig eine rumänische USt.-IdNr. verwenden.
  • Serviceleistungen werden weiterhin mit deutscher UID in Rechnung gestellt.

Warum geht Güntner diesen Weg?

Umsatzsteuer- und Konsignationsläger sind mittlerweile im In- und Ausland weit verbreitet. Sie dienen dazu, die Umsatzbesteuerung und die Dokumentationsvorschriften des Umschlages für Kunden und Lieferanten deutlich zu vereinfachen. Wir haben in Ungarn eine Produktionsstätte und sind durch die nationalen Vorschriften gebunden. Im Fall von Ungarn bedeutet dies seit dem 01.01.2015 zusätzliche, erhöhte Nachweispflichten (EKAER) für Unternehmen mit Lieferungen von und nach Ungarn sowie deren Kunden.

Dabei müssen in einem vorgegebenen staatlichen System alle Lieferungen angemeldet und der Lieferstatus mit Lieferort dokumentiert werden. Die Kunden müssen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen aus Ungarn den Erhalt der Lieferung mit Lieferort bestätigen, z. B. mit der Gelangensbestätigung.


Was bedeutet das Umsatzsteuerlager für meine Buchhaltung?

Für Kunden außerhalb Deutschlands ändert sich nichts. Die deutschen Kunden verbuchen Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb und Vorsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb.


Was bedeutet das für meine Steuererklärung?

Für Kunden außerhalb Deutschlands ändert sich nichts.

Die deutschen Kunden melden derzeit in ihrer Umsatzsteuervoranmeldung nur die Vorsteuerbeträge aus den Rechnungen für Warenlieferungen (Pos. 66 = Steuerbetrag) von der Güntner GmbH & Co. KG.

Sobald Güntner die Waren aus dem ungarischen Steuerlager (mit ungarischer USt.-IdNr.) liefert, erhält der Kunde von Güntner Rechnungen ohne Umsatzsteuer, da Güntner eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung in Ungarn meldet.

Der deutsche Kunde muss nun gemäß Pos. 89 (Bemessungsgrundlage) einen innergemeinschaftlichen Erwerb sowie 19 % Umsatzsteuer auf diese Bemessungsgrundlage melden. Gleichzeitig wird dieser Steuerbetrag unter den abziehbaren Vorsteuerbeträgen aus dem innergemeinschaftlichen Erwerb (Pos. 61) nochmals gemeldet.

Da der Umsatzsteuerbetrag (Pos. 89 Steuer) mit dem Vorsteuerbetrag (Pos. 61) verrechnet wird, ergibt sich keine Umsatzsteuer, die an das Finanzamt abgeführt werden muss.

In den Buchhaltungssystemen ist dieser Sachverhalt meist eingerichtet und kann durch die Auswahl des richtigen Steuercodes (z. B. bisher Steuercode „VST 19 %“, jetzt Steuercode „ig-Erwerb“) auch korrekt verbucht werden. Sollte in der Buchhaltungssoftware des Kunden bei jedem Lieferanten ein fester Steuercode hinterlegt sein, dann müsste die Güntner GmbH & Co. KG nochmals als weiterer Lieferant mit dem anderen Steuercode angelegt werden. Von einer generellen Umstellung des Steuercodes raten wir ab, da der bisherige Steuercode für eventuelle von Güntner abzurechnende Serviceleistungen noch benötigt wird.


Hat das Steuerlager Auswirkungen auf die Lieferzeiten?

Nein, die Einführung des Umsatzsteuerlagers beeinträchtigt die Lieferzeiten nicht, da das Lager in unserer Produktionsstätte Tata, Ungarn, angelegt ist.