Güntner engagiert sich gegen soziale Armut vor der eigenen Haustür

Als Patin des SOS Kinderdorfs in Dießen am Ammersee unterstützt Güntner seit 2008 Kinder und Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr in ihren eigenen Familien leben können. Ganz im Sinne des Gründers Hermann Gmeiners trägt Güntner dazu bei, Kindern, die nirgends zu Hause sind, einen sicheren Ort zu schenken und eine gute Perspektive zu eröffnen. Im SOS-Kinderdorf erfahren die Mädchen und Jungen Geborgenheit, familiäre Werte, Halt und eine stabile Begleitung auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

In der Regel bilden vier bis sechs Mädchen und Jungen mit Ihren Kinderdorfmüttern und Ziehgeschwistern im SOS-Kinderdorf eine Familie, die jeweils in einem eigenen Haus lebt. Die Kinderdorfmutter ist die feste Bezugsperson der Kinder, und das 24 Stunden am Tag. Das ist einzigartig und gibt den Kindern das gute Gefühl eines fast ganz normalen Familienlebens, das unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht. SOS-Kinderdorfmütter und -väter haben jeweils eine Doppelrolle. Sie sind pädagogische Fachkräfte mit einem Erziehungsauftrag und gestalten zugleich mit den Kindern Privatsphäre und ein gemeinsames Zuhause. Die Kinder führen auf diese Weise ein Leben, dass sich zunächst wenig von dem Gleichaltriger unterscheidet.

Das Kinderdorf Dießen am Ammersee besteht aus zehn SOS-Kinderdorffamilien. Es ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Kindern, Jugendlichen und unterschiedlich ausgebildeten Fachkräften wie Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Verwaltungsfachkräften, Dorfmeister, Auszubildenden, PsychologInnen und ErzieherInnen, die für die Probleme und Sorgen der ihnen anvertrauten Kinder nicht nur ein offenes Ohr haben, sondern vor allem qualifizierte Hilfsangebote und verlässliche Strukturen bieten. Die Kinder besuchen die öffentlichen Schulen der Umgebung und können so lange in ihrer Familie bleiben, bis sie ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Und meist bleiben sie auch danach in engem Kontakt mit ihrer Familie.

Der Gründer des SOS-Kinderdorfs, Hermann Gmeiner, wollte nach dem Krieg den Waisen mehr geben als nur ein Bett und eine Mahlzeit – er wollte ihnen eine Familie bieten. Deshalb gründete er am 8. Februar 1955 in München den SOS-Kinderdorf e.V., um so Kindern in Not ein Zuhause zu geben. 1956 folgte mit dem SOS Kinderdorf Ammersee die erste deutsche Einrichtung dieser Art.

In Deutschland gibt es heute 16 SOS-Kinderdörfer, zwei weitere sind geplant. In den SOS-Kinderdorffamilien in Deutschland werden derzeit 685 Kinder betreut. Seit 1955 sind in Deutschland 9.998 Kinder in einer SOS-Kinderdorf Familie aufgewachsen – das sind 9.998 Kinder, die nicht allein zurechtkommen mussten. Weltweit gibt es mittlerweile 555 Kinderdörfer.

Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer wird durch die Hilfe von mehr als 5 Millionen Freundinnen und Freunden sowie Spenderinnen und Spendern auf der ganzen Welt ermöglicht. Rund 85 % der Spenden fließen direkt in die Projekte der SOS-Kinderdörfer und stehen für Unterhalt, Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen bereit.

 

 

 

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